Mit Leib und Seele für LAIB und SEELE | Ev. Trinitatis-Kirchengemeinde Berlin-Charlottenburg

Hat die Überschrift Ihr Interesse geweckt? Gut! Es ist an der Zeit, dem großartigen Team bei der Lebensmittelverteilung etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist vielleicht gewagt, aber durchaus ehrenhaft, wenn man diese Arbeitsgruppe mit einem „Ameisenhaufen“ vergleicht. Jeder weiß, was er/sie kann und gesellt sich zur  entsprechenden Gruppe und bleibt emsig bei der Sache. Montags früh kommen die Ersten und stellen schon mal die lange Reihe der Tische auf. Leere Kisten werden draufgelegt. Dann werden die großen Sortiertische aufgebaut sowie Tische und Kleiderständer für die „Boutique“, für die Kasse und für die Pausen. Am späten Vormittag treffen die ersten Fahrer ein und bringen schon einen Teil der abgeholten Ware. Viele Firmen hatten sich bereit erklärt, nicht alle überflüssigen Lebensmittel in die Tonnen zu schütten. In der Kirche sind inzwischen etliche Ehrenamtliche eingetroffen, die gleich mit dem Sortieren beginnen. Die Kisten auf den Tischen füllen sich (leider die Bio-Tonnen auf dem Hof auch!).

Am Dienstag gegen 7:00 Uhr kommen die ersten Mitarbeiter. Kiste um Kiste wird sortiert, Obst und Gemüse werden gestapelt (und die Bio-Tonnen füllen sich mit Abfall... schade!). Jetzt wird man in der Küche tätig. Bald verteilt sich Kaffeeduft im Raum. Tee darf auch nicht fehlen. Platten mit lecker belegten Broten auf dem Pausentisch locken zum Stärken und Ausruhen. Mit fortschreitender Zeit füllt sich die eine Seite der Trinitatis-Kirche mit regem Treiben. Die nächsten Fahrer kommen, manchmal 2 oder 3 Fahrzeuge zeitgleich. Das Hin- und Hergeschleppe der Waren erinnert dann wirklich an eine Ameisenstraße! Die Zuständigen für Papier- und Plastikmüll kommen ins Schwitzen – auch bei Kältegraden! Da wird auch nicht nach Regenwetter oder Sonnenhitze gefragt, die Arbeit draußen an den Tonnen muss erledigt werden.

Nun stapeln sich Kisten und Kartons auch in der Küche. Die leckersten Tortenstücke und Kuchen müssen eingepackt werden. Eine Arbeit zum Fingerschlecken? Nicht unbedingt, denn auch hier gibt es sehr „Altbackenes“ und „Zermatschtes“! So, nun ist aber Pausen- und Feierzeit! Da ca. 50 Ehrenamtliche ja auch Geburtstag haben, wird öfter mal angestoßen auf ein gutes neues Lebensjahr, ein harmonisch klingender Kanon ertönt (Konkurrenz zum Kirchenchor??!!) und eine edle Rose wird überreicht. Peu-à-peu treffen weitere Ehrenamtliche ein, die dann auch länger bleiben (es muss ja noch aufgeräumt und etliches gereinigt werden!) und andere verabschieden sich.
Um 11:30 Uhr öffnen sich die Tore und die erste Besucher-Gruppe strömt herein. Nun sind die Damen an der Kasse gefragt. Geduldig wird immer wieder alles erklärt, Ärger oder Ängste beschwichtigt. Die Damen an der „Boutique“ müssen auch starke Nerven zeigen bei dem Gewühle…

Meistens so um 15:30 Uhr herum hat der Letzte seine Waren in Beuteln und Taschen verstaut. Bei der Ausgabe müssen die Damen sehr aufmerksam sein, damit auch bis zum Schluss noch Ware da ist. Aber oft ist es so, dass am Mittwoch Reste von einem Fahrer in eine andere Ausgabestelle oder in den Zoo gefahren werden.
Wenn dann am späten Nachmittag alle mehr oder weniger müde zu Hause gelandet sind, weiß jeder „was er getan hat“.

Danke und Bewunderung an alle – Ihr fleißigen Ameisen!

Hanni Niemann